Sparen auch im Ferienland
Wie eine dänische Zeitung berichtet, geht die Krise mit all ihren Nebenwirkungen auch am idyllischen Ulfborg nicht vorbei. Sparen müssen alle und so hat auch die Holstenbro Kommune nun massive Einsparungen angekündigt. Gespart werden soll vor allem im Bereich des Personals. Im Wohlfahrtstaat Dänemark ruft das bei den Bürgern der Kommune zunächst einmal Entrüstung hervor. Denn die Bürger des kleinen skandinavischen Landes sind guten Bürgerservice, kurze Wege und kurze Wartezeiten auf dem Amt gewohnt. Durch die Entlassungen zahlreicher Sachbearbeiter könnte sich das nun ändern.
Geduld gefragt
Nun sollen also für 15 Millionen dänische Kronen Stellen abgebaut werden. Das Personal das abgebaut wird, wird den Bürgern fehlen und das besonders im praktischen Sinne. So werden längere Bearbeitungszeiten für Sachen befürchtet und auch ein Tag in der Woche an dem die Ämter ihre Türen ganz geschlossen halten steht auf der Liste mit den Sparmaßnahmen. In Ulfborg und Viderup, so die dänische Zeitung Forside, werden sich die Öffnungszeiten spürbar verkürzen.
Wer fliegt?
Die Stellen die eingespart werden müssen, setzten sich aus Stellen mit natürlicher Beendigung, sprich Renten und freiwilliger Beendigung wie Altersteilzeiten und eigenmotivierten Kündigungen zusammen. Allerdings müssen wohl auch einige Arbeiter ganz klassisch „gefeuert“ werden. Oder einige Mitarbeiter müssen, wie es die Kommunalregierung formuliert, ihren „nicht ersuchten Abschied“ nehmen. Ein Sprecher der Behörden teilte mit, dass die zusätzliche Last von den verbleibenden Mitarbeitern getragen werden müsse und diese sich darauf vorbereiten sollten, die Aufträge der fehlenden Angestellten mit bearbeiten zu müssen. Die Kunden und Bürger der Kommunen sollten sich auf längere Bearbeitungszeiten vorbereiten und wichtige Anträge schon früher als ursprünglich geplant stellen.
Leave a Reply